März | 2023 II

Mk 6, 30-34
Sprache des Vertrauens
Wir kommen einem Menschen nicht dadurch nahe, indem wir „über“ ihn reden, sondern darin, dass wir uns ihm im Gespräch nach und nach nähern und öffnen und in einen wechselseitigen Dialog treten. So hilft es in einer gestörten Beziehung nicht, Sätze „über die Liebe“ auszusprechen, sondern Worte zu finden, die Liebe und Vertrauen wieder möglich machen. Ein solches Reden meint: hören, fragen, suchen aufeinander eingehen…
Hörend und fragend geht Jesus auf die Menschen zu, die ihm begegnen. Seine Sprache ist die über das Sichtbare hinausgehende Sprache der Poesie, die nicht abgrenzt und einengt, sondern den Stummen Worte verleiht, den Leidenden Ausdruck, den Gedemütigten neues Selbstbewusstsein und Würde.
Worte finden, die Liebe und Vertrauen wieder möglich machen – und Mut, wieder aufzustehen…
Pater Eryk Kapala OFM
Manfred Reichgeld
Gedanken zum Evangelium
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