Limburger Bischof Bätzing eröffnet WallFahrts-Saison
Montag, 4. Mai 2026, Rhein-Lahn-Zeitung / Lokales
Feierliches Pontifikalamt in Kamp-Bornhofen
Mit einem feierlichen Pontifikalamt hat Bischof Georg Bätzing am 1. Mai in Kamp-Bornhofen die diesjährige Wallfahrtssaison eröffnet. Bischof Georg Bätzing blickte in seiner Predigt besonders auf die „Berührbarkeit des Herzens“. In einer Zeit, die viele Menschen als herausfordernd und von Unsicherheiten geprägt empfinden, rief er dazu auf, sich die Fähigkeit zu Empathie und Mitgefühl zu bewahren. „Gerade Menschen, die sich um andere kümmern, stoßen regelmäßig an ihre Grenzen. Und geht uns das in diesen Zeiten nicht allen so?“, sagte Bätzing. „Es ist einfach zu viel: Zu viel Krieg, zu viel Leid, zu viele schlechte Nachrichten. Und trotzdem erinnert uns Christus daran, dass Liebe, Sanftmut und Barmherzigkeit ein gutes Herz ausmachen und es gegen die Widrigkeiten der Welt stärken.“ Mitgefühl als Auftrag im Alltag Der Bischof machte deutlich, dass Empathie keine abstrakte Haltung bleiben dürfe, sondern sich im konkreten Handeln zeigen müsse: „Christliche Liebe ist kein abstraktes Ideal. Christliche Liebe ist alltägliche Realität.“, so Bätzing. „Gottes Herz ist immer geöffnet für uns. Und wenn wir ihn in unser Herz lassen, dann formt er daraus ein liebevolles, sensibles, empathisches Herz.“ Gerade in einer Zeit wachsender gesellschaftlicher Spaltung komme es darauf an, sich nicht zu verschließen und die Freude an den kleinen Dingen zu behalten. Als Beispiel führte er die 92-jährige Dominikaner-Ordensschwester Irmgard an, die kürzlich zum Internet-Phänomen wurde: „Diese 92-jährige Dame sitzt mit ihren Schwestern in der örtlichen Döner-Bude und genießt zum ersten Mal in ihrem Leben einen Döner. Auf die Frage, wie es ihr schmecke, antwortet sie: Großartig!“, schildert Bätzing. „Mehr als fünf Millionen Menschen haben das Video bereits gesehen. Ihre Freude an etwas so Alltäglichem und für sie trotzdem Neuen, ist bemerkenswert und ansteckend.“ So lehre es auch das Evangelium: Dass Freude und Zuversicht die Probleme und Entbehrungen der Welt schlussendlich überwogen haben. Bätzings Botschaft an die Gläubigen war: „Nehmen Sie ein offenes Herz aus diesem Gottesdienst mit – ein fröhliches Herz.“
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vom 01. Mai 2026
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