Zahlreiche Gäste bei 18. Mittelrheinischen Feuerwehr-Wallfahrt

Zahlreiche Gäste bei 18. Mittelrheinischen Feuerwehr-Wallfahrt

Nach 2-jähriger pandemiebedingter Pause fand dieses Jahr die 18. Feuerwehr-Wallfahrt in Kamp-Bornhofen am Mittelrhein statt. Die Gäste versammelten sich hierzu am 30. Oktober an der Kapelle „Salve“ auf der Zeil im Ortsteil Kamp. Pater Eryk, Guardian des Klosters Bornhofen, begrüßte die Wallfahrer. Danach startete die Prozession zum Wallfahrtskloster. Angekommen in der Pilgerhalle wurde gemeinsam das Hochamt gefeiert.

Mehrere hundert Mitglieder der Blaulichtfamilie nahmen an der diesjährigen Mittelrheinischen Feuerwehr-Wallfahrt teil.

Eingeladen zu dieser Veranstaltung hatten die Franziskaner des Klosters Bornhofen, der Landesfeuerwehrverband (LFV) Rheinland-Pfalz, der Kreisfeuerwehrverband Rhein-Lahn e.V. sowie die Feuerwehren aus Bad Honnef, Lahnstein und Kamp-Bornhofen.

Hauptzelebrant und Festprediger Pfarrer Ralf Birkenheier begrüßte die Gesellschaft und war sichtlich erfreut über die zahlreiche Teilnahme, welche auch seine Beliebtheit in der Region widerspiegelte. In seiner Predigt ging Pfarrer Birkenheier mit diversen Beispielen darauf ein, dass wir Menschen, gerade in der heutigen Zeit, unseren Betrachtungswinkel ändern bzw. schärfen sollen. „Es geht auch anders – sei du selbst die Veränderung“. Die Frage, warum Gott es zulässt, dass Menschen, dass Kinder Hunger haben sei bereits der falsche Ansatz. Vielmehr müssen wir uns selbst fragen, warum wir das zulassen! Wir seien gefordert, uns den Dingen entgegen zu stellen und bereits im kleinsten Kreis entgegen zu wirken. „Jeder Mensch ist ein Gotteskind“ und soll sich dessen bewusst sein. Veränderungen können nur von einem selbst ausgehen. Und Gelegenheiten hierzu gebe es jeden Tag genügend.

Er hob die besondere Arbeit der Feuerwehren für unsere Gesellschaft hervor und die Belastungen, denen sie Tag für Tag ausgesetzt sind.

Der stellvertretende Vorsitzende Peter Gerhards sowie zwei Jugendfeuerwehrleute aus Lahnstein sprachen die Fürbitten.

Auch LFV-Präsident Frank Hachemer nahm wieder an den Feierlichkeiten teil und richtete sein Wort an die Gäste. „Die jährliche Wallfahrt und die dazugehörige Prozession sind eine wichtige Tradition für die Feuerwehren in Rheinland-Pfalz. Wir blicken mit Dankbarkeit in die Vergangenheit, bitten darum, dass in kommenden Einsätzen niemand zu Schaden kommt und gedenken unserer verstorbenen Kameradinnen und Kameraden“, so der Präsident.

Frank Hachemer deutete in seiner Ansprache an, dass man ab dem kommenden Jahr eine Erweiterung der Teilnehmer und der Angebote nach dem Gottesdienst plane. So wachsen Institutionen wie Feuerwehr, Polizei, Technisches Hilfswerk und die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft unter dem Oberbegriff „Blaulichtfamilie“ noch mehr zusammen. Die Ökumene stehe somit mehr im Vordergrund, sodass sich unterschiedliche Religionen ebenfalls angesprochen fühlen.

Im Anschluss an das Hochamt trafen sich alle Teilnehmer im Klostergarten zu Gesprächen bei Bratwurst und Getränken, welche in diesem Jahr von der Wache Nord aus Lahnstein hervorragend organisiert war.

Die musikalische Gestaltung übernahm die Kolpingkapelle Kamp-Bornhofen e.V. in bravouröser Manier. Gerade das instrumentale Eingangslied „Highland Cathedral“ sowie eine Variante des Liedes „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ werden noch lange den Gottesdienstbesuchern im Ohr liegen. Sowohl bei der Prozession als auch während der heiligen Messe und im Klostergarten sorgten sie für den passenden musikalischen Rahmen.

Text: LFV RLP/Heribert Schneller
Bilder: Heribert Schneller

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